Rahel. Georgien.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 30 Juni 2011 Veröffentlicht am Montag, 27 Juni 2011 Geschrieben von Rahel Escher

Es ist seltsam. Bevor ich mich für mein Freiwilliges Jahr entschied, hatte ich eigentlich kaum Ahnung von Georgien. Ich wusste, dass Georgien ein Land ist, das sich sehr weit entfernt von mir befindet. Alles, was da passiert, hatte ja nichts persönlich mit mir zu tun. Im Moment erscheint mir Georgien und all die Nachrichten, die mich von dort erreichen noch sehr fern. Ich glaube, dass mir das Land erst richtig bekannt und lieb werden kann, wenn ich dort bin.

Dennoch bin ich ziemlich erstaunt, wie viele Leute in meiner persönlichen eher kleinen Umgebung mit dem Land Georgien zu tun haben. Ein Bekannter von mir verwies wiederum an einen Bekannten, der oft nach Georgien reiste und auch lange Zeit dort als Pfarrer arbeitete. Seine Frau erzählte mir von all den Projekten, die man von Deutschland aus, bzw. speziell von Sachsen aus so startete. Und das waren einige, wie ich erstaunt feststellte. Die Freundin einer Freundin ist auch Georgierin. Auf den ersten Blick habe ich vielleicht gar nichts mit Georgien zu tun. Aber auf den zweiten Blick doch eigentlich mehr als ich dachte.

Einen Grund für mich dieses Soziale Jahr zu machen, gibt es nicht. Es gibt mehrere, die alleine gar nicht genug gewesen wären. Diese Gründe verstärken sich sogar noch gegenseitig.

Ein Grund war für mich, erst einmal Pause vom Lernen zu bekommen. Ich will mir eine Auszeit vom Lernkreislauf nehmen. Außerdem wollte ich wissen, wie man arbeitet. Es ist ein Riesenunterschied, ob man davon hört, wie schwierig/anstrengend etwas ist oder ob man es miterlebt.

Ein anderer Grund war für mich die „Stellenbeschreibung“. Es ging um Jugendarbeit und auch um TEN SING Arbeit. Beides fand ich auf Anhieb gut und ich habe ja auch schon Erfahrung damit. Außerdem fand ich Georgien als „Arbeitsland“ auch besonders/außergewöhnlich. Es gehen wohl sehr wenige nach Georgien für ein Freiwilliges Jahr. Jedenfalls habe ich das beim Iinternationalem Forum vom CVJM in Kassel so erlebt.

Der dritte und letzte ausschlaggebende Grund war schließlich der der zusätzlichen Zeit, die ich dadurch erhalte. Ich will ab Herbst 2012 studieren, kann mich aber noch nicht zwischen Studiengängen entscheiden.

Ich weiß nicht, was mich genau in Georgien erwarten wird. Ich hoffe, dass ich helfen kann. Auch hoffe ich, dass ich etwas miterleben kann, von dem ich mir noch nicht einmal etwas erträumen könnte. Ich bin gespannt…

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